10.08.2015 Montag Einsatzreiches Wochenende für die Ehrenamtlichen der DLRG

Absicherung der Seeüberquerung von mehreren hundert Schwimmern zwischen Possenhofen und Leoni am Starnberger See. Auf dem Bild zu sehen ein Rettungsboot der DLRG Geretsried e.V., die uns bei der Absicherung unterstützte.

Eine DLRG-Rettungsschwimmerin eilt einer erschöpften und mit Beinkrämpfen geschwächten Schwimmerin entgegen.

Eine DLRG-Rettungsschwimmerin unterstützt eine erschöpfte und mit Beinkrämpfen geschwächte Schwimmerin.

Ein DLRG-Rettungsboot-Team der DLRG Pöcking-Starnberg e.V. rettet eine chinesiche Nichtschimmerin aus dem Wasser, nachdem sie kurz vorher von ihrem SUP (Stand-Up-Paddle) Board gefallen ist.

Ein an der DLRG-Wasserrettungsstation in Possenhofen am Starnberger See stationiertes Rettungsboot rückt bei strömendem Regen zu einer Vermisstensuche aus.

Der Lohn für unsere ehrenamtlichen Wasserretter: Ein Blick auf die unbeschreibliche Schönheit des Starnberger Sees...hier nach einem Unwetter am Wochenende 08./09.08.2015.

Landkreis Starnberg (KOH) - Die ehrenamtlichen Lebensretter der DLRG Pöcking-Starnberg e.V. haben laut Pressesprecher Walter Kohlenz ein äußerst einsatzreiches Wochenende hinter sich. "Dabei war eine große Bandbreite medizinischer und wasserrettungstechnischer Aufgaben zu lösen", so Kohlenz.

Begonnen hat das Wochenende für die ehrenamtlichen Retter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Starnberger See am Samstag morgens mit der geplanten Betreuung einer Seeüberquerung mit mehreren hundert Schwimmern. Hier wurde gemeinsam mit weiteren DLRG- und Wasserwachtgliederungen die Überquerung wasserrettungstechnisch abgesichert. Und auch an Land sorgten die DLRGler für die medizinische Betreuung der Teilnehmer. Die sehr erfolgreiche Veranstaltung verlief reibungslos. Eine Person musste mit Kreislaufproblemen aus dem Wasser geholt und mehrere Schnittwunden und Insektenstiche an Land versorgt werden.

Weiter ging es für die Wasserretter dann an dem sehr heissen Wochenende mit einer Vielzahl größerer und kleinerer medizinischer Versorgungen.

Was laut Walter Kohlenz sehr auffällig war, dass es neben den üblichen medizinschen Themen wie Kreislaufproblemen, Schnittwunden und Grillunfällen das Wochenende 08./09.08.2015 außergewöhnlich viele Insektenstiche zu versorgen galt. Am Sonntag mussten sogar parallel zwei Patienten an der DLRG-Rettungsstation in Possenhofen versorgt werden, denen Wespen in den Hals gestochen hatten. Nach notfallmedizinischer Versorgung durch DLRG-Rettungsassistenten wurden die Betroffenen an den Notarzt übergeben.

Besonders erwähnenswert ist laut Kohlenz auch ein Einsatz des DLRG-First Responders vom Samstag. Hier wurden die Retter etwa gegen 17:30 Uhr durch die integrierte Leitstelle zum Maisinger See auf einen Herz-Kreislauf-Stillstand alarmiert. Vor Ort trafen die DLRG-Retter schliesslich auf einen älteren Herren, der während das Schwimmens im Maisinger See vermutlich wegen eines medizinischen Problemes untergegangen war. Was laut Walter Kohlenz hier besonders erfreulich und erwähnenswert ist, dass es auch in unserem Landkreis sehr engagierte Mitmenschen mit Zivilcourage gibt. Denn eine Spaziergängerin beobachtete die Probleme des Schwimmers und sprang sofort in den Masininger See, als sie den Mann untergehen sah. Zusammen mit einem weiteren Passanten rettete sie den Beinaheertrinkenden aus dem Wasser und liess den Notruf 112 verständigen. Nach der erfolgreichen Lebensrettung durch die beiden Mitbürger wurde der Patient von DLRG-Rettungsassistenten notfallmedizinisch versorgt und an den Notarzt übergeben.

Auch die "originäre Wasserrettung" kam das gesamte Wochenende wiedermal nicht zu kurz. Aufgrund des wechselnd sehr heissen und dann wieder sehr stürmischen Wetters mussten die DLRGler wiederholt zu gekenterten Seglern ausrücken und diesen Hilfe leisten und auch diverse Vermisstensuchen (z.B. nach vermissten Sportruderern und Schwimmern) auf dem Wasser erledigen. Eine Vermisstensuche nach chinesichen Stand-Up-Paddlern (SUP) war dabei etwas außergewöhnlich. Denn die SUPler konnten teilweise nicht schwimmen und eine der SUP-Damen musste schließlich noch von einem DLRG-Wasserretter aus dem Wasser gerettet und ans sichere Land verbracht werden.

Parallel zu den vielen medizinischen Versorgungen und den Wasserrettungsaufgaben waren die Retter der DLRG auch noch an einer Vermisstensuche in Greifenberg (Landkreis Landsberg) beteiligt. Mit Personen-Spür-Hunden (PSH/Mantrailer) und Flächensuchhunden der DLRG-Rettungshundestaffel Starnberg suchten sie ab Samstag ca. 22 Uhr bis Sonntag früh um 6 Uhr nach einem Vermissten älteren Mann. Tagsüber haben andere Hundestaffeln übernommen und Sonntag Abend gegen 20 Uhr sind die DLRGler aus dem Landkreis Starnberg dann wieder bei der Suche in Greifenberg aktiv geworden. Der Sonntag Abend endete für die Ehrenamtlichen Retter schliesslich, als die erfreuliche Meldung kam, dass etwa 20km entfernt von der ursprünglichen Suchstelle die vermisste Person lebend aufgefunden wurde. Gegen 22 Uhr konnten unsere Einsatzkräfte dann schliesslich wieder am Heimatstandort eintreffen und in den verdienten Feierabend gehen.

 

Die DLRG im Landkreis Starnberg:

Die DLRG Pöcking-Starnberg e.V. repräsentiert die weltweit größte Wasserrettungsorganisation im Landkreis Starnberg. Ihre rein ehrenamtlichen Einsatzkräfte stehen rund um die Uhr und an jedem Tag im Jahr für Notfälle bereit. Mit dem zusätzlichen First Responder Dienst werden die Retter parallel zu Rettungswagen und Notarzt zu jedem Notfall im Gemeindegebiet Pöcking alarmiert und können so lebensrettende Zeit für den Patienten gewinnen. Die DLRG-Rettungshundestaffel Starnberg steht jederzeit zur Verfügung, um regional und auch überregional Vermisste zu suchen. Rund 300-mal pro Jahr werden die ehrenamtlichen Pöckinger Retter alarmiert, um Menschen in Not zu helfen.

Mehr Infos zur DLRG Pöcking-Starnberg e.V. gibt es unter www.poecking-starnberg.dlrg.de und immer aktuell auf der Facebook-Seite des DLRG-Ortsverbandes unter: www.facebook.com/DLRGPoeckingStarnberg

Mehr Infos zur DLRG-Rettungshundestaffel Starnberg gibt es auf oben genannter Homepage und immer aktuell auf der Facebook-Seite unter: www.facebook.com/DLRGRettungshunde

Von: Walter Kohlenz

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