05.06.2014 Donnerstag Die Badesaison beginnt - 12 Tipps der DLRG für die Sicherheit am Wasser

In den Pfingstferien steht in Bayern und auch im Fünf-Seen-Land eine Hitzewelle bevor. Viele Menschen zieht es dann wieder ins Schwimmbad, an den Badesee, an einen Fluss oder ans Meer. Doch Vorsicht: Wasser kann tückisch sein und Gefahren bergen. Deshalb rät die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) jetzt zur Besonnenheit und Vorsicht.

Die meisten tödlichen Unfälle ereignen sich an zumeist unbewachten Seen und Flüssen. „Allein im vergangenen Jahr sind in Bayern 90 Menschen ertrunken. Vor allem an unbewachten Stellen ist das Risiko um ein Vielfaches höher, als an von Rettungsschwimmern bewachten Badestellen“, warnt Walter Kohlenz, Vizepräsident der DLRG Bayern und Pressesprecher der DLRG im Landkreis Starnberg.


Achtung Eltern:

- Eltern dürfen kleine Kinder am und im Wasser nie aus den Augen lassen und sollen immer in Griffweite bleiben.

- Kindgerechte Baderegeln finden Sie im Internet unter www.baderegeln.info.


Achtung beim Baden in der Natur:

- Nur an bewachten Badestellen schwimmen gehen. Warnhinweise wie „Steilufer“ beachten.

- Nur gemeinsam mit anderen oder unter Aufsicht schwimmen.

- Die eigene Leistungsfähigkeit kritisch einschätzen; nicht übermütig werden.

- Auch nach mehreren warmen Tagen ist zurzeit nur die Wasseroberfläche angenehm warm. Tiefe Gewässer wie Baggerseen oder Starnberger See und Ammersee sind immer noch kalt. Das kann zu Unterkühlung und Krämpfen führen und lebensgefährlich werden.

- Nie in unbekannte Gewässer springen. Nur an ausgewiesenen Sprungbereichen ins Wasser springen. Kopfsprünge in Ufernähe oder im flachen Wasser können lebensgefährlich sein oder schwerste, dauerhafte Schäden wie Querschnittslähmung nach sich ziehen.

- Ein Bad im Fluss kann harmlos aussehen, ist aber besonders gefährlich: Die Kälte des Wassers lässt die Kräfte sehr schnell schwinden und an steilen, bewachsenen Ufern kann man sich oft nicht mehr ans Land retten. Strömungen und Brückenpfeiler sind tödliche Risiken.


Achtung bei Urlaub am Meer:

- Gezeiten, nicht erkennbare Strömungen und Unterströmungen sowie starke ablandige Winde können sogar gute Schwimmer in Lebensgefahr bringen. Respektieren Sie deshalb örtliche Warnungen wie die rote Flagge am Strand.

- Luftmatratzen, Schlauchboote und Gummitiere sind gefährliches Spielzeug und können leicht abgetrieben werden. Vertrauen Sie ihnen nicht Ihr Leben an!

- Jürgen Temmler, Vorsitzender der DLRG Pöcking-Starnberg e.V. und DLRG-Einsatzleiter: „Informieren Sie sich gleich am ersten Urlaubstag über Rettungsposten und Notrufmöglichkeit. Lernen Sie, in der Landessprache Hilfe im Notfall zu holen.“


Risiko Biergarten:

- Trinken Sie vor dem Baden keinen Alkohol. Denn er kann bewirken, dass Sie Ihre Kräfte überschätzen.


Hintergrundinfo zur DLRG Pöcking-Starnberg e.V.:

Die DLRG Pöcking-Starnberg e.V. repräsentiert die weltweit größte Wasserrettungsorganisation im Landkreis Starnberg. Ihre rein ehrenamtlichen Einsatzkräfte stehen rund um die Uhr und an jedem Tag im Jahr für Notfälle bereit. Mit dem zusätzlichen First Responder Dienst werden die Retter parallel zu Rettungswagen und Notarzt zu jedem Notfall im Gemeindegebiet Pöcking alarmiert und können so lebensrettende Zeit für den Patienten gewinnen. Rund 250-mal pro Jahr werden die ehrenamtlichen Pöckinger Retter alarmiert, um Menschen in Not zu helfen.

Mehr Infos zur DLRG Pöcking-Starnberg e.V. gibt der Homepage unter 
www.poecking-starnberg.dlrg.de und immer aktuell auch auf der Facebook-Seite unter: http://goo.gl/xHNDB7

Auf dem beiliegenden Foto (Quelle: DLRG Bayern) zu sehen: DLRG-Rettungsboot im Einsatz

 

 

 

Von: Walter Kohlenz

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