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Wasserrettung

Die Wasserrettung in Bayern wird gemäß dem Bayerischen Rettungsdienstgesetz (BayRDG) unter anderem von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) erbracht.

Die Lebensretter sind während der Badesaison an Seen, Flüssen und in Bädern zur Stelle, um für eine sichere Freizeit am Wasser zu sorgen. Im Winter sichern sie vor allem Eisflächen ab. Die Wasserrettungsstationen sind, je nach Witterung, grundsätzlich (während der Saison) jedes Wochenende und feiertags mit Personal besetzt. Außerhalb dieser Zeiten sind die Retter der DLRG-Schnelleinsatzgruppen rund um die Uhr und an jedem Tag im Jahr über die integrierte Leitstelle (Notruf: 112) alarmierbar. Unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte kommen dann von zu Hause oder der Arbeitsstelle, um im Notfall jederzeit Hilfe leisten zu können.

In erster Linie hat die Wasserrettung die Aufgabe, Mensch und Tier im Notfall aus Wassergefahren zu retten. Die Einsatzkräfte wachen an verschiedenen Einsatzorten über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Sie übernehmen ebenfalls Erste-Hilfe-Maßnahmen und die nötige notfallmedizinische Versorgung, die in unmittelbarer Nähe zum Wasser notwendig sind.

Tauchen

Das Einsatztauchen ist eine zentrale Aufgabe und Spezialfertigkeit der DLRG. Unsere Einsatztaucher kommen in Einsatzgruppen der öffentlichen Gefahrenabwehr im Rahmen des Rettungsdienstes und dem Katastrophenschutz zum Einsatz.

Die Taucher-Schnelleinsatzgruppe unseres Ortsverbandes ist eine von vier am Starnberger See. Die Gruppe ist sowohl stationär am Starnberger See tätig, sowie auch mobil im Landkreis Starnberg und darüber hinaus.

Die primäre Aufgabe der Taucher ist die Suche von unter Wasser vermuteten vermissten Schwimmern und Tauchern, deren Rettung über Wasser und die notwendige medizinische Erstversorgung von Patienten bis zum Eintreffen der weiteren Rettungskräfte.

In regelmäßigen Übungen, auch zusammen mit Tauchgruppen anderer Ortsverbände, werden die unterschiedlichsten Tauchaufträge abgearbeitet (Bojensteine setzen und versetzen, Bojenketten prüfen, Suchaufträge abarbeiten etc.).

Die Tauchausbildung dauert bei der DLRG rund drei Jahre, um dem selbstgesetzten hohen Maß an Tauchfertigkeiten gerecht zu werden. Dies ist aufgrund der Stresssituation im Einsatzfall und der häufig schlechten Sicht unter Wasser im Starnberger See schon zum Eigenschutz unerlässlich. Dabei findet im ersten Schritt eine fundierte Ausbildung im Bereich der Grundfähigkeiten und -fertigkeiten statt, auf welche im Laufe der Ausbildung weiter aufgebaut wird. Erst nach unzähligen Übungstauchgängen und der dabei gesammelten Erfahrung dürfen die Einsatztaucher bis 20m Tiefe tauchen. Aufgrund fortwährender Weiterqualifikation sind erfahrene Taucher des Ortsverbandes für eine Lebendrettung bis zu einer Tauchtiefe von 30m zugelassen; diese Qualifikation besitzen nur sehr wenige Einsatztaucher am Starnberger See.

Strömungsrettung

Angelehnt an den amerikanischen Swiftwater Rescue Technician ist der DLRG-Strömungsretter (SR) ein auf stark strömende Gewässer, Wildwasser und Hochwasser spezialisierter Wasserretter. Er wird grundsätzlich im Team eingesetzt und ist durch eine spezielle Schutzausrüstung vor den besonderen Gefahren in Flüssen und Überschwemmungsgebieten geschützt.

Die Strömungsretter stellen im Verbund mit den Einsatzkräften eine wertvolle Ergänzung dar. Sie werden u. a. im Einsatz einer SEG (Schnelle Einsatzgruppe z. B. zur Rettung und Suche an Kleinflüssen), als Absicherung an Wildwasserstrecken, bis hin zu KatS-Unterstützung im Hochwasser eingesetzt. Sie können als separate Fachgruppen, als Teile einer SEG oder Teilkomponenten eines Wasserrettungszugs alarmiert werden.

Die Einsatzbereiche der DLRG Strömungsretter sind:

In der Rettung:

  • Rettung an/in fließenden Gewässern („SEG SR“)
  • Suche an/in fließenden Gewässern
  • Absicherung eigener Rettungskräfte
  • Rettung aus unzugänglichen Geländen (Klammen, Canyons, Wehre/Walzen, Brückenpfeiler …) auch mit technischem Gerät / seilgestützt
  • Unterstützung von Bootseinsätzen (Einsatz vom Boot in besonderen Gefahrenzonen)
  • Assistenz und Unterstützung bei technischer Hilfeleistung am/im Wasser anderer Organisationen

Bei Übungen und Wettkämpfen anderer Verbände und Organisationen:

  • Absicherung von Übungen der Bundeswehr/THW am/im Wasser (z. B. Schnellbrückenbau)
  • Absicherung von Wettkämpfen an Wildwasser-Strecken (Kanu/Kajak-Wettkämpfe/Wildwasserschwimmen)

Im Hochwasser:

  • Primärrettung mit seiltechnischen Hilfsmitteln aus überfluteten Gebieten (z. B. Häuserzeilen, Dächer etc.)
  • Arbeit in der „heißen Zone“ an Dämmen und Deichen als Schnittstelle zu Tauchern ( z. B. Sandsäcke,Folien legen)
  • Absicherung aller Helfer und Einsatzkräfte an der Einsatzstelle bei der Deichsicherung („Downstream-Safety“)
  • Evakuierungen mit dem Raft/Hochwasserboot (auch mit Seilfähre / am Hochseil)

Bei der DLRG besteht ein Strömungsrettertrupp aus mindestens drei Rettern (als kleinste Einheit), wobei einer der Sicherungsmänner dann gleichzeitig der Truppführer ist.

Für einen effektiven Einsatz sollten aber mindestens zwei Trupps an einer Einsatzstelle eingesetzt werden, die sich gegenseitig absichern können. Viele Situationen erfordern oft den parallelen Einsatz mehrerer Strömungsrettertrupps. Niemals darf aber ein Strömungsretter alleine im Wasser ohne entsprechende Sicherung (Sicherungsmann I und II) eingesetzt werden!

Die letzten Katastrophen in Europa und auf der ganzen Welt haben uns gezeigt, wie groß der Bedarf an einer effektiven und gut ausgebildeten Einsatzkomponente für schnell fließende Gewässer ist. Ob es die Überschwemmungen an der Elbe 2002 und 2013, globale Notsituationen wie der Tsunami in Südostasien 2004 oder die Hochwasser durch Unwetter im Alpenraum 2006 sind – der moderne Wasserretter muss auf solche Notsituationen reagieren können.

Oft taucht die Frage auf, was haben eigentlich Überschwemmungen und Flutkatastrophen mit der Strömungs- oder Wildwasserrettung zu tun? Eine ganze Menge! Ein ursprünglich ruhiger Bach oder Fluss kann bei einem Unwetter schnell zu einem reißenden Gewässer werden, in dem ein klassischer Motorrettungsboot-Einsatz (MRB-Einsatz) nicht mehr möglich ist. In verschmutztem, mit Treibgut und versteckten Gefahren durchsetztem Gewässer kann (und darf) auch kein Rettungsschwimmer mehr – nach bisherigen Standards – eingesetzt werden.

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